Ein altes neues Wahrzeichen für Walldorf
Als Anfang April die historische Kirchenburg im südthüringischen Walldorf bei Meiningen brannte, drohte der Gemeinde der Verlust ihres Wahrzeichens. Das Kirchengebäude aus dem 16. Jahrhundert war bis dato für die Menschen ein Symbol der Beständigkeit und galt als die am besten erhaltene Anlage an der Werra in Südthüringen. Bei dem Feuer am 3. April verbrannte der Innenraum des Kirchenschiffs samt Orgel und Altar. Das Dach stürzte ein, der Kirchturm und die Turmhaube wurden stark beschädigt. Ein Schock nicht nur für die 2.400 Einwohner, sondern für eine ganze Region. Das Kirchengebäude mit seinem Gelände ringsum begleitete viele Generationen von Walldorfern. Es war Begegnungsstätte und markanter Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Touristen.
Nach dem Brand schien die Gemeinde regelrecht traumatisiert. Doch der einhellige, fast trotzige Appell lautete: Das Dorf darf sein Gesicht nicht verlieren. Auch für Gemeindepfarrer Heinrich von Berlepsch gibt es keine Alternative zum Wiederaufbau. Gemeinsam mit Walldorfs Bürgermeister Matthäus Hildebrand (DIE LINKE.) und der Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen überlegten wir, wie den Walldorfern geholfen werden kann. Seinerzeit fanden in Thüringen gerade Kommunalwahlen für Landräte und hauptamtliche Bürgermeister statt. Die Walldorfer Kirchenburg wurde so auch zum Wahlkampfthema.
Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns bewusst für einen späteren Besichtigungstermin. Anfang Juli nahmen wir unter fachkundiger Führung des Gemeindepfarrers die Walldorfer Kirchruine in Augenschein: Risse im Mauerwerk, verkohlte Holzbalken und zerstörte Kirchenbilder – drastische Spuren des Großbrandes. In einer gemeinschaftlichen Aktion der Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen und dem Spendenverein der Bundestagsfraktion konnten wir eine kleine finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau der historischen Kirchenburg leisten. Der Gemeindepfarrer zeigte sich erfreut und hofft auf eine Sanierung binnen dreier Jahre. Ende Juli, Anfang August soll ein erstes Notdach errichtet werden, um die Überreste der alten Kirche vor der Witterung zu schützen. Für die Bürgerinnen und Bürger Walldorfs ist zu hoffen, dass das alte neue Wahrzeichen ihrer Gemeinde bald wieder aufgebaut wird.
Jens Petermann, MdB: Als Anfang April die historische Kirchenburg im südthüringischen Walldorf bei Meiningen brannte, drohte der Gemeinde der Verlust ihres Wahrzeichens. Das Kirchengebäude aus dem 16. Jahrhundert war bis dato für die Menschen ein Symbol der Beständigkeit und galt als die am besten erhaltene Anlage an der Werra in Südthüringen. Bei dem Feuer am 3. April verbrannte der Innenraum des Kirchenschiffs samt Orgel und Altar. Das Dach stürzte ein, der Kirchturm und die Turmhaube wurden stark beschädigt. Ein Schock nicht nur für die 2.400 Einwohner, sondern für eine ganze Region. Das Kirchengebäude mit seinem Gelände ringsum begleitete viele Generationen von Walldorfern. Es war Begegnungsstätte und markanter Anlaufpunkt für Wanderer, Radfahrer und Touristen. Nach dem Brand schien die Gemeinde regelrecht traumatisiert. Doch der einhellige, fast trotzige Appell lautete: Das Dorf darf sein Gesicht nicht verlieren. Auch für Gemeindepfarrer Heinrich von Berlepsch gibt es keine Alternative zum Wiederaufbau. Gemeinsam mit Walldorfs Bürgermeister Matthäus Hildebrand (DIE LINKE.) und der Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen überlegten wir, wie den Walldorfern geholfen werden kann. Seinerzeit fanden in Thüringen gerade Kommunalwahlen für Landräte und hauptamtliche Bürgermeister statt. Die Walldorfer Kirchenburg wurde so auch zum Wahlkampfthema. Vor diesem Hintergrund entschieden wir uns bewusst für einen späteren Besichtigungstermin. Anfang Juli nahmen wir unter fachkundiger Führung des Gemeindepfarrers die Walldorfer Kirchruine in Augenschein: Risse im Mauerwerk, verkohlte Holzbalken und zerstörte Kirchenbilder – drastische Spuren des Großbrandes. In einer gemeinschaftlichen Aktion der Kreistagsfraktion Schmalkalden-Meiningen und dem Spendenverein der Bundestagsfraktion konnten wir eine kleine finanzielle Hilfe zum Wiederaufbau der historischen Kirchenburg leisten. Der Gemeindepfarrer zeigte sich erfreut und hofft auf eine Sanierung binnen dreier Jahre. Ende Juli, Anfang August soll ein erstes Notdach errichtet werden, um die Überreste der alten Kirche vor der Witterung zu schützen. Für die Bürgerinnen und Bürger Walldorfs ist zu hoffen, dass das alte neue Wahrzeichen ihrer Gemeinde bald wieder aufgebaut wird.



